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Erzieherinnen besuchen Waldkindergarten

Besuch von interessierten Kolleginnen aus dem Hotzenwald bekam der Waldshuter Waldkindergarten WAWAKI. 28 Erzieherinnen begrüßten Carola Amann als WAWAKI-Leiterin und der Diplom-Sozialpädagoge Michael Guldi als Gesamtleiter der sozialen Dienste beim Waldshuter Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der seit 2014 Träger des Waldkindergartens ist.

Interessierte Erzieherinnen aus dem Hotzenwald informierten sich im Waldshuter Waldkindergarten WAWAKI. Informationen gaben Michael Guldi, Diplom-Sozialpädagoge in führender Position beim WAWAKI-Träger, dem DRK-Kreisverband Waldshut, (Bildmitte vorne) und Carola Amann (links neben Guldi), die Leiterin des Waldkindergartens.

Die fachlich interessierten Besucherinnen wurden an einem Nachmittag ohne Kindergarten-Betrieb empfangen. Im Kreis um die Lagerfeuerstelle versammelt, wurden die Erzieherinnen von Carola Amann zunächst in den WAWAKI-Tagesablauf eingeweiht und bekamen von Michael Guldi Informationen über den DRK-Kreisverband Waldshut und dessen vielseitige soziale Dienste, die weniger bekannt sind als die Einsatzbereiche Notfallrettung, Katastrophenschutz und Krankentransport.

Pädagogisch durchdachte und erprobte Rituale strukturieren den Tag im WAWAKI. Bei (fast) jedem Wetter sind die WAWAKIS, die Kinder des Waldkindergartens, draußen im Wald unterhalb der Waldshuter Bergstadt. Ein Schutzwagen bietet kurzfristig Rückzugsmöglichkeit. Nur wenn’s draußen im Wald mal gefährlich wird – bei starkem Sturm oder schwerer Schneelast auf den Bäumen mit dem Risiko von Schneebruch – dann findet die Kinderschar mit dem Erzieherteam Zuflucht im Waldshu​ter Rotkreuzhaus, der Zentrale des DRK-Kreisverbands Waldshut.

Die Natur bietet den Kindern zu jeder Jahreszeit Möglichkeiten für Spiele und entdeckendes Lernen. Kreativität wird vom Erzieherteam ebenso gefördert wie die handwerkliche Betätigung mit Naturmaterialien. Beim Gärtnern, Ernten und dem Zubereiten von einfachen Mahlzeiten erfahren die Kinder die existentiellen Grundlagen des Lebens unmittelbar.

Darüber hinaus plant das WAWAKI-Team erlebnispädagogische Angebote und Projekte aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Ganz natürlich wird einerseits in alltäglichen Situationen das Gemeinschaftsgefühl gestärkt: gemeinsam einen Berg bezwingen, einen dicken Ast tragen, einander helfen ...Andererseits werden auch Kooperationsspiele aus dem Bereich der Erlebnispädagogik bewusst geplant und umgesetzt: Niederseilgärten stärken das Selbstbewusstsein der Kinder und ihren Mut. Solche mobilen Kletterelemente könnten bei Bedarf mit Seilen aufgebaut und am selben Tag wieder abgebaut werden.

Auf diese Weise blieben die Kletterelemente auch von nächtlichem Vandalismus verschont, von dem der frei zugängliche, nicht eingezäunte WAWAKI immer wieder heimgesucht wird. Traurig für Kinder und Erzieher, wenn Taschenmesser gestohlen und sorgsam gefertigte künstlerische oder handwerkliche Objekte zerstört werden. Als Täter werden Jugendliche vermutet. Gute Erfahrungen hingegen hat man mit Obdachlosen gemacht, die sich hin und wieder nachts unter dem Schutzwagen schlafen legen. Sie hinterlassen das Gelände in einwandfreiem Zustand.

Den Kolleginnen, die in konventionellen Kindergärten in festen Gebäuden arbeiten, bot sich also in vieler Hinsicht eine ganz andere Welt. 

26. Dezember 2017 14:57 Uhr. Alter: 28 Tage